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veganer Apfelstrudel mit Vanillesoße

Winter 2021: Normalerweise war es spätestens im Februar immer Tradition, in den Bergen zum Skifahren zu sein. Und was genießt man u.a. dort besonders gern auf der Hütte?! Genau, einen warmen, saftigen Apfelstrudel mit reichlich Vanillesoße 🙂

Herrlich! Ich hatte es so vermisst… Und Ende Februar dachte ich mir, wenn ich schon nicht in die Berge zu einer guten Portion Apfelstrudel kommen kann, hole ich mir eben ein kleines bisschen Hütten-Feeling auf meine Teller in mein Zuhause 😉

Johannisbrotkernmehl vs. Speisestärke

Also fehlte nur noch das passende Rezept. Vollwertig soll der Apfelstrudel natürlich sein, vegan und mit reichlich cremiger Vanillesoße. Diese lässt sich zum Glück aus pflanzlicher Milch genauso gut zubereiten! Auch auf das Fertig-Vanillepuddingpulver kann problemlos verzichtet werden. Ausschlaggebend für die gelbe Vanille-Farbe ist eine Prise Kurkuma 😀

Als Ersatz für herkömmliche Speisestärke nehme ich übrigens nur noch Johannisbrotkernmehl. Dieses wird aus den Samen des Johannisbrotbaumes gewonnen (in einem kürzlich verfassten Blogbeitrag der Marzipan-Nougat-Torte hatte ich erst über Carob berichtet, welches aus dessen Früchten gewonnen wird). In der Lebensmittelindustrie wird es unter dem Zusatz „E410“ als Geliermittel, Stärkemittel oder Stabilisator eingesetzt. 1-2 TL davon genügen, um einen halben Liter Vanillesoße schön cremig zu machen, und man hat kein Mehl (glutenhaltig) oder Mais (ggf. Rückstände aus Gentechnik) wie bei herkömmlicher Speisestärke in seinen Mahlzeiten.

Vanille – kostbares, süßes Gewürz

Vanille verleiht vielen Speisen ihr einzigartiges Aroma. Zwar hat man versucht, dieses mit Hilfe von synthetischem Vanillin zu imitieren, doch reicht das Imitat nicht annähernd an die Intensität und Harmonie des Originals heran. Schon allein aus diesem Grund fällt die Wahl zwischen echter Vanille und synthetischem Vanillin sehr leicht. Zusätzlich jedoch hat die echte Vanille – im Gegensatz zur synthetischen Variante – äußerst positive Auswirkungen auf den menschlichen Organismus. Der Preis von synthetisch hergestelltem Vanillin liegt bei etwa 5% im Vergleich zur originalen Vanille – das sagt wohl schon sehr viel aus!

Echte Vanille vs. synthetischem Vanillin

Der einzigartige Geschmack der echten Vanille ist eine harmonische Komposition aus annähernd 200 natürlichen Einzelsubstanzen.

Synthetisches Vanillin wird im Labor aus der sog. Ligninsulfonsäure, einem Abfallprodukt der Papierindustrie hergestellt. Echte Vanille dagegen wächst als Frucht aus den duftenden goldweissen Blüten einer Orchidee im lichten Schatten immergrüner Wälder und umhüllt von ganzjährig tropischer Wärme.

Echte Vanille hingegen galt schon im 18. Jahrhundert als großartiges Heilmittel. Sei es als Anti-Pilz-Mittel, als Zellschutz, zur Nervenberuhigung, bei Schlafstörungen, gegen Schwangerschaftserbrechen oder zur Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit! Es geht eben nichts über das Original 😉

veganer Apfelstrudel mit cremiger Vanillesoße

So gelingt dein Apfelstrudel

Der Teig ist relativ simpel: Frisch gemahlenes Vollkornmehl, Wasser und etwas Öl. Den Teig flach ausrollen und reichlich Äpfel, Nüsse, Zimt, Zitronensaft und ggfs. einen Schuss Rum in die Masse. Fertig! Dank der Äpfel ist der Strudel bereits süß genug und benötigt keinen zusätzlichen Zucker.

Die Vanillesoße gelingt wie bereits gesagt sehr gut mit pflanzlicher Milch, Vanille, einer prise Kurkuma für die leuchtend-gelbe Farbe, Johannisbrotkernmehl und Süßungsmittel nach Wahl. Hier empfehle ich, auf ein helles Süßungsmittel wie z.B. Rohrohrzucker, Reissirup, Birkenzucker oder Akazienhonig zurückzugreifen. Ich habe Kokosblütenzucker verwendet, weshalb der Farbton meiner Vanillesoße leicht ins bräunliche kippte!

Rezept: veganer Apfelstrudel mit cremiger Vanillesoße

  • 300g Vollkornmehl
  • 160ml Wasser
  • 2 EL Öl

Mehl, Öl und Wasser in eine Schüssel geben und so lange kneten, bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Dieser sollte etwas fester und nicht zu weich sein. Danach ist 30 Minuten Teigruhe angesagt.

  • 1,5 kg Äpfel
  • 100 g Walnüsse
  • 1 EL Zimt
  • 1 EL Rum (optional)

Die Äpfel hobeln und mit den gehackten Walnüssen , Zimt und Rum vermischen. Beiseite stellen und ziehen lassen.

Nun den Teig vorsichtig mit einer Teigrolle hauchdünn ausrollen. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben und die Füllung gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Von beiden Seiten einschlagen, so dass eine lange Rolle entsteht.

Im Backofen bei 200°C ca. 40 Minuten lang backen.

In der Zwischenzeit die Vanillesoße anrühren:

  • 500ml pflanzliche Milch
  • 1 Vanilleschote
  • ca. 50g (helles) Süßungsmittel nach Wahl
  • 2 TL Johannisbrotkernmehl
  • 1 Msp Kurkuma

Das Johannisbrotkernmehl und das Kurkuma mit einem Schneebesen in dem Pflanzendrink auflösen, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind.

Die Vanilleschote sorgfältig auskratzen und die Vanille zu der Flüssigkeit geben. Mit dem Süßungsmittel unter ständigem Rühren aufkochen lassen, bis die Soße die richtige Konsistenz angenommen hat.

Am besten lauwarm über den frisch gebackenen Apfelstrudel geben und genießen 🙂

veganer apfelstrudel

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