Dinkel-Vollkorn-Pfannkuchen

Dinkel-Vollkorn-Pfannkuchen

Sonntag Morgens – ausschlafen, von Sonnenstrahlen geweckt, die Morgenrituale ausgiebig vollzogen und dann ganz entspannt ein ausgedehntes Frühstück bzw. Brunch genießen 🙂 Macht ihr das auch so gerne?! Ich liebe es, mir dafür richtig viel Zeit zu nehmen, ohne Hast oder anstehende Termine, und mir im Anschluss daran die späte Mahlzeit schmecken zu lassen.

Eins der Gerichte, die sich sowohl für ein Frühstück, als auch für ein Mittagessen eignen, sind Pfannkuchen 😉 Sie sind äußerst sättigend und haben diesen steigernden Wohlfühleffekt bereits bei der Zubereitung, wie ich finde. Der Teig ist schnell angerührt und verfeinert mit etwas Zimt, Vanille und Kokosblütenzucker, frisch gemahlenem Vollkornmehl und Nussmilch, sind sie geschmacklich der Hit! Schön fluffig bekommt man den Pancake-Effekt durch Backpulver & Natron. Und bei den Toppings sind keine Grenzen gesetzt: Von deftigen Aufstrichen über Hummus und Pesto bis hin zu Oliven, Tomaten und Antipasti… Oder man greift zur süßen Variante mit einem (selbst gemachten) Schoko-Aufstrich, Marmelade, Ahornsirup und dekoriert das ganze hübsch mit klein geschnittenen Früchten, wie ich es getan habe.

Vollkornmehl vs. Weißmehl

Bevor ich gleich zum Rezept komme, möchte ich aber die Wichtigkeit zum Thema Vollkorn noch näher erläutern, was ich in meinem Artikel über Vollwertkost bereits angeschnitten hatte.

Was ist der Unterschied zwischen Vollkornmehl, Weißmehl und den „Typen“, die auf den Packungen angegeben sind?

Gemeint ist damit der Mahlgrad und die zurückbleibenden Nährstoffe, die sich nach dem Mahlen der Getreidekörner im Mehl befinden. Die Angabe erfolgt in „Milligramm pro 100 Gramm Mehl“.

Also hat beispielsweise das klassische Weizenmehl Type 405 je 100 g Mehl 405 mg Mineralstoffe zum Inhalt. Je höher diese Zahl daher, desto mehr Nährstoffe sind im Mehl noch enthalten, wobei aber auch durch Oxidation, Lagerung und Transport noch ein signifikanter Verlust zu verzeichnen ist. Erkennbar ist das auch an der Helligkeit. Grundsätzlich gilt: Je dunkler das Mehl, desto mehr Nährstoffe sind noch erhalten, da ja die Randschichten (die Schale) und der eiweiß- und fettreiche Kern des Getreidekorns mit verarbeitet werden.

Vielleicht klingt das im ersten Moment noch nicht einmal so schlimm, ist aber deutlich entscheidend: Je nach Ausmahlgrad (höherer Ausmahlgrad = mehr mitvermahlene Randschichten = höhere Nährstoffdichte) verlieren Weißmehle im Vergleich zu Vollkorn zwischen 60-70% an Ballaststoffen, zwischen 30-90% an Mineralstoffen und zwischen 10-90% an Vitaminen!

Vergleich: Nährstoffverlulst im Weißmehl Type 405:

Mineralstoffe/Spurenelemente
(Verlust in Prozent)
Vitamine
(Verlust in Prozent)
Eisen ~ 55%Vitamin B1 ~ 86%
Kupfer ~ 75%Vitamin B2 ~ 69%
Magnesium ~ 95%Vitamin B6 ~ 35%
Zink ~75%Vitamin B3 (Niacin) ~ 86%
Kalium ~ 76%Vitamin B5 (Panthotensäure) ~ 82 %
Calcium ~ 55%Vitamin B7 ~ 88 %
Ballaststoffe (Faserstoffe) ~ 70%Vitamin E ~75 %

Tipp: Mit einer Getreidemühle lässt sich die Mahlstufe individuell einstellen, so dass das Getreide feinst gemahlen werden kann und sämtliches Gebäck wie auch z.B. ein leichter Biskuit- und Nudelteig problemlos herzustellen sind! Falls ihr keine eigene Mühle besitzt und die Anschaffung nicht in Kauf nehmen wollt, empfehle ich, in eurem Bioladen nachzufragen, ob dort das Mahlen von Getreide möglich ist. Die meisten Bioläden haben mittlerweile eine Getreidemühle vorrätig. Alternativ fragt gerne bei eurem Bäcker nach, wie frisch das Mehl ist, also wie lange die Zeitspanne vom Mahlvorgang bis zum Backvorgang beträgt und wie hoch der Vollkornanteil im Gebäck tatsächlich ist! So seid ihr nährstofftechnisch auf der sicheren Seite 😉

süße Dinkel-Vollkorn-Pfannkuchen

  • 150g frisch gemahlenes Vollkornmehl
  • 150ml Nussmilch
  • 100ml Wasser
  • 1 EL Backpulver
  • 1 TL Natron
  • 1/2 TL Vanille
  • 1/2 TL Zimt
  • 30g Kokosblütenzucker

Zubereitung:

Alle Zutaten in einer Küchenmaschine, einem Shaker oder mit dem Schneebesen zu einem recht flüssigen Teig vermischen.

1 EL Kokosöl in einer Pfanne erhitzen und nacheinander kleine Pfannkuchen ausbacken.

Nach Belieben dekorieren und noch warm genießen 🙂